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Eine Firma gründen - Kosten der Gründung in Deutschland

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Eine Firma gründen: Kosten

Eine Firma gründen - Die Kosten für die Gründung eines Unternehmens in Deutschland hängen davon ab, für welche Art von Unternehmen Sie sich entscheiden. Vielleicht entscheiden Sie sich sogar für die Gründung eines Einzelunternehmens, wenn Sie sehen, was die kostengünstigste Option ist.

Ein Unternehmen zu gründen, ist spannend, besonders in einem wirtschaftlich aufstrebenden Land wie Deutschland. Der Prozess ist jedoch nicht einfach und sicherlich nicht kostenlos. Bevor Sie überhaupt daran denken können, ein neues Unternehmen zu gründen, müssen Sie alle damit verbundenen Kosten berücksichtigen und prüfen, ob Sie es sich überhaupt leisten können.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Finanzen bei einer Unternehmensgründung in Deutschland organisieren und welche Gründungsmöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

Schritte der Gründung eines Unternehmens in Deutschland

Im Allgemeinen besteht die Firmengründung aus der Vorbereitung der erforderlichen Dokumente und der Registrierung bei mehreren deutschen Behörden.

Nachfolgend sehen Sie die wichtigsten Schritte der Firmengründung in Deutschland:

  1. Unternehmensform wählen: Diese reicht über Einzelunternehmen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung bis hin zu Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft.
  2. Einen Firmennamen finden: Der Name der neuen juristischen Person muss eindeutig sein und kann auf Verfügbarkeit überprüft werden.
  3. Die Gründung mit einem Notar durchführen: Führen Sie die Schritte durch, die unten in der Preisliste aufgeführt sind.
  4. Das Stammkapital hinterlegen.

Ein Unternehmen gründen: Kostenaufstellung in Deutschland

Die geschätzten Kosten für die Gründung eines Unternehmens belaufen sich in Deutschland auf 1.011 Euro für eine GmbH, 2.500 Euro für eine Aktiengesellschaft (AG), 2.000 Euro für eine GmbH & Co. KG und 50 Euro für ein Einzelunternehmen. 

Es gibt 3 Arten von Kosten:

  • Da sind zunächst einmal administrative Kosten. Das sind alle Kosten, die am Anfang Ihres Gründungsprozesses anfallen.
  • Dazu kommen laufende Kosten (die regelmäßig anfallen).
  • Und zu guter Letzt gibt es noch einige andere Kosten, an die Sie unbedingt denken sollten, wenn Sie Ihre Firma gründen.

Selbstständige/ Einzelunternehmen

Neue Start-ups erhöhen die Zahl der am Markt konkurrierenden Akteure. Sie fordern außerdem bestehende Unternehmen mit neuen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen heraus. Einzelunternehmen sind die günstigste und einfachste Möglichkeit, sich in Deutschland selbstständig zu machen. Allerdings haften Sie hier mit Ihrem gesamten Privatvermögen, sodass kein Haftungsschutz besteht, falls Ihr Unternehmen vor einer Insolvenz steht. Sie bekommen also nur, wofür Sie bezahlen.

Als Einzelunternehmer müssen Sie lediglich ein Gewerbe anmelden, was beim Gewerbeamt Ihrer Stadt geschieht. Dafür zahlen Sie zwischen 15 und 65 Euro, abhängig davon, in welchem Bundesland sich das Gewerbeamt befindet. Wenn Sie als Einzelkaufmann starten, was in Deutschland sehr üblich ist, müssen Sie nur Handelsregistergebühren entrichten, um Ihr Unternehmen zum Laufen zu bringen.

GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GmbH - Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist die häufigste Gründungsform in Deutschland. Gründer und Gesellschafter haften nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern nur mit dem Firmeneigentum.

Das Stammkapital ist bei einer GmbH-Gründung ein Muss. Sie müssen mindestens 25.000 Euro haben, um in Deutschland eine GmbH zu gründen.

Bei der Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung müssen Sie einen Notar beauftragen, der Ihnen bei der Registrierung hilft. Sie benötigen eine breite Palette seiner Dienstleistungen, deren Kosten sich auf insgesamt 850 Euro belaufen. Zuzüglich Mehrwertsteuer – Steuern in Höhe von 19% auf erhaltene Leistungen – insgesamt 1.011 Euro. Sie müssen außerdem einige Behörden in Deutschland ansteuern: das Deutsche Handelsregister, Gewerbeamt, Finanzamt und die IHK oder HWK.

Genaue Kostenaufschlüsselung für die Gründung einer GmbH in Deutschland – die häufigste Form der Gründung:

  • Firmenkontakt durch den Notar (erforderlich) - 125 Euro
  • Termin zur Firmeneintragung beim Handelsregister beim Notar (erforderlich) - 62,50 Euro
  • Listenerstellung aller Gesellschafter durch den Notar (freiwillig) - 57,60 Euro
  • Erstellung und Versand der XML-Datei durch den Notar (erforderlich) - 37,50 Euro
  • Überwachung der Stammkapitaleinzahlung durch den Notar (freiwillig) - 62,50 Euro
  • Mailen, Telefonate: 40 Euro
  • Gebühr für die Registrierung der Gesellschaft beim Registergericht (Eintragung ins Handelsregister) (erforderlich) - 150 Euro
  • Gewerbeamtsgebühr (erforderlich) - 30 Euro

Ø Gesamtkosten 815 Euro

Diese Kosten sind netto, d.h. Sie müssen die Mehrwertsteuer hinzurechnen.

Wie Sie sehen können, sind die meisten Schritte obligatorisch und erfordern auch die Beauftragung eines Notars. Ohne Notar können Sie in Deutschland keine Gesellschaft gründen und das ist immer mit höheren Kosten verbunden.

AG – Aktiengesellschaft

Diese Gesellschaftsform eignet sich aufgrund der Möglichkeit, das Anfangskapital durch die Eintragung der Aktien an der Börse zu erhöhen, für große Unternehmen.

Die deutsche AG oder Aktiengesellschaft benötigt ein Stammkapital von mindestens 50.000 Euro. Die Gesellschafter haften wie bei der GmbH nur bis zu dem Betrag, den sie in das Stammkapital eingebracht haben.

Der Gründungsprozess ist auch sehr ähnlich wie bei einer GmbH, die Eigentümer müssen sich bei verschiedenen Stellen anmelden: Handelsregister, Gewerbeamt, Finanzamt, IHK (Deutsche Handelskammer) oder HWK. Alle Verfahren können Sie der obigen Auflistung entnehmen.

Der größte Unterschied zur GmbH besteht darin, dass Sie bei der Gründung einer AG in Deutschland 50.000 Euro Stammkapital investieren müssen. Allerdings müssen zum Zeitpunkt der Geldgründung nur 12.500 Euro vorhanden sein. Die gesamten Kosten für die Gründung einer Aktiengesellschaft beginnen bei ca. 2.500 Euro, je nach Grundkapital.

GmbH & Co. KG – Form der deutschen Kommanditgesellschaft

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft ist eine Sonderform der KG (Kommanditgesellschaft), die mit einer GmbH kombiniert wird. Daher ist die deutsche GmbH & Co. KG eine Mischform zwischen einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft.

Bei der Gründung einer GmbH & Co. KG muss der Eigentümer die Registrierung an verschiedenen Stellen in Deutschland vornehmen: Handelsregister, Gewerbeamt, Finanzamt, IHK (Deutsche Handelskammer) oder HWK. Dies muss für beide Unternehmen geschehen und damit doppelt bezahlt werden. Bei der Gründung eines Unternehmens gründen Sie praktisch zwei Unternehmen in einem: GmbH und KG. Deshalb werden die Kosten geteilt und Sie zahlen den doppelten Preis. Als erstes wird das Kapital von 25.000 Euro benötigt (wegen der GmbH).

Gefolgt von den Notarkosten: Für die GmbH belaufen sich die Beurkundungskosten auf 207 Euro bis 678 Euro; bei der KG betragen die Kosten der notariellen Beurkundung 124 Euro bis 276 Euro. Die Preisliste und alle notwendigen Verfahren für die GmbH können Sie der obigen Tabelle entnehmen.

Hier sind die wichtigsten davon:

  • Kosten der Gewerbeanmeldung: jeweils 60 Euro
  • Eintragung ins Handelsregister: 150 – 200 Euro
  • Und schließlich ist mit einer Gewerbeanmeldung fortzufahren, die jeweils zwischen 10 Euro und 60 Euro kostet.

Daher zahlen Eigentümer bei der Gründung einer GmbH & Co. KG den doppelten Preis. Zusätzliche Kosten bei der Führung des Unternehmens entstehen durch die doppelte Buchführung, das Rechnungswesen usw., die jeweils für beide Unternehmen erforderlich sind.

Die ersten Schritte zur Unternehmensgründung sind sehr wichtig. Es geht um viele Entscheidungen und um noch viel mehr: Ihre Zukunft. Eine professionelle Beratung gleich zu Beginn ist daher unabdingbar. Wir bei FINOM helfen Ihnen dabei. Gerne unterstützen wir Sie bereits im Vorfeld bei der ersten Überlegung vor der Gründung. Wir übernehmen und verwalten die steuerliche Anmeldung und alle anderen erforderlichen Schritte für Sie. Nach der Gründung Ihrer Firma können Sie sehr einfach auch ein Geschäftskonto eröffnen.

Laufende Kosten

Jetzt wissen Sie, was es Sie kosten wird, ein Unternehmen in Deutschland zu gründen, aber wie sieht es mit anderen Kosten aus? Wenn Sie ein Unternehmen in Deutschland haben, müssen Sie verschiedene Abgaben und Steuern an den Staat zahlen. Viele davon sind Teil der Sozialabgaben und Lohnsteuern, die der Arbeitgeber gezahlt hat, als Sie Arbeitnehmer waren. Aber jetzt ist es an der Zeit, dass Sie sich selbst darum kümmern.

Und wenn Sie ein normales Unternehmen und kein Online-Unternehmen gründen möchten, müssen Sie bei der Gründung und Führung Ihres Unternehmens auch noch mit anderen Kosten rechnen:

  • Ausstattung: 10.000-125.000 Euro
  • Gründungsgebühren: unter 1.000 Euro
  • Bürofläche: 100-1.000 Euro pro Mitarbeiter und Monat
  • Inventar: 17-25% des Gesamtbudgets
  • Marketing: 0-10% des Gesamtbudgets
  • Website: ungefähr 40 Euro pro Monat
  • Büromöbel und Zubehör: 10% des Gesamtbudgets
  • Nebenkosten: etwa 2 Euro pro Quadratmeter der gesamten Bürofläche
  • Gehaltsabrechnung: 25-50% des Gesamtbudgets
  • Professionelle Berater: 1.000-5.000 Euro pro Jahr
  • Versicherung: durchschnittlich 1.200 Euro pro Jahr
  • Steuern: variabel, aber 15% Körperschaftssteuersatz

 Ein neues Unternehmen zu gründen und es in Gang zu bringen, kann eine kostspielige Angelegenheit sein. Diese Aufwendungen können Sie jedoch nach den allgemeinen Regeln für den Betriebsabzug als vorweggenommene Betriebsausgaben steuerlich geltend machen, da nur Aufwendungen für ein bestehendes Gewerbe oder einen Betrieb abzugsfähig sind. Und per Definition entstehen Ihnen die Gründungskosten vor der Gründung Ihres Unternehmens.

Fazit

Die Gründung eines Unternehmens führt abhängig von der Rechtsform Ihrer Wahl unweigerlich zu Kosten. Auch einfache Rechtsformen, wenn auch richtig organisiert, verursachen bei der Gründung Kosten. Selbst das informellste Unternehmen sollte zumindest ein Bankkonto eröffnen und alle erforderlichen Genehmigungen und Lizenzen für den Betrieb beantragen. Sie sehen, dass Einzelunternehmen und Personengesellschaften die geringsten Gründungskosten aufweisen. Es ist eine sehr geringe Investition, Geschäfte des Standardgeschäftstyps zu führen – selbst wenn alle Geschäftsformalitäten erledigt sind, werden diese Rechtsformen nicht bei einem staatlichen Amt eingereicht, was die Gebühren verringert. Kapitalgesellschaften müssen eine Notargebühr, die Verwaltungskosten und die Servicegebühr für den eingetragenen Sitz entrichten.

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