Die Auswahl des besten Geschäftskontos kann für Kleinunternehmer eine schwierige Aufgabe sein. Um Dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine umfassende Analyse durchgeführt und die Angebote von mehreren Banken verglichen. Mehr dazu im Artikel.

Inhalt

Geschäftskonto-Vergleich für Kleinunternehmer

Wenn du als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto suchst, ist ein direkter Vergleich der verschiedenen Angebote entscheidend. Jedes Konto hat unterschiedliche Konditionen, Gebührenstrukturen und Zusatzleistungen, die je nach Bedarf mehr oder weniger vorteilhaft sein können.

In der folgenden Tabelle haben wir 16 Anbieter von Geschäftskonten – darunter Banken, FinTech-Unternehmen und andere Finanzdienstleister – analysiert und die wichtigsten Merkmale übersichtlich zusammengefasst. Dabei haben wir Faktoren wie monatliche Kontoführungsgebühren, Kosten für SEPA-Transaktionen, Testphasen, Buchhaltungsintegrationen, API-Zugänge, enthaltene Karten, Bargeldoptionen, DATEV-Anbindung und verfügbare Rechtsformen berücksichtigt. So kannst du schnell erkennen, welches Konto am besten zu deinem Business passt.

BankTarifeKosten im MonatTrialSEPA-TransaktionenIntegration mit BuchhaltungssoftwareAPIKarten inkl. Bargeld (Ein-/Auszahlung) DATEV Erlaubte Rechtsformen 
FinomSolo0,00 €-Kostenlos bis 25.000 € SEPA-Volumen pro Monat, danach 0,1 % pro Überweisung++1 virtuelle KarteEinzahlung per SEPA; Abhebung mit physischer Karte+Einzelunternehmen, Freiberufler:innen
FYRSTFYRST BASE0,00 €-50 frei pro Monat, danach 0,19 € pro Transaktion+-Debit Mastercard / FYRST Card inklusiveEinzahlung über Postbank; Auszahlung Cash Group/Postbank+fast alle deutschen Rechtsformen 
BUNQFree Business0,00 €-0,13 € pro Transaktion--1 virtuelle MastercardEinzahlung via Barzahlen; Auszahlung gegen GebührCSV-Export (kein natives DATEV)Einzelunternehmen / Freelancer:innen
N26N26 Business Standard0,00 €-Kostenlos-+1 virtuelle Mastercard2 kostenlose Abhebungen pro Monat, danach 2 € pro Abhebung; Bareinzahlung via CASH26Einzelunternehmer:innen / Freiberufler:innen
QONTOBasic9,00 €1 Monat30 pro Monat inklusive, danach 0,20 € pro Transaktion++1 Mastercard OneBargeldabhebung möglich; keine Bareinzahlung+Einzelunternehmen, Freiberufler:innen, GmbH, UG, GbR
KontistFree0,00 €-5 inklusive++1 Visa DebitkarteBargeldabhebung möglich; keine Bareinzahlung+Freiberufler:innen, Einzelunternehmen
WiseWise Business0,00 €-ab 0,47 %, abhängig von Währung und BetragN/A+1 digitale Karte, physische optionalBargeldabhebung möglich; keine Bareinzahlung+Einzelunternehmen, GmbH, UG, LLP usw.
HolviHolvi Lite

4,50 €

zzgl. USt.

-100 frei, danach 0,25 € pro Transaktion3 €/Monat+1 Business Mastercard + virtuelle KartenBargeldabhebung möglich; keine Bareinzahlung+Freiberufler:innen, Einzelunternehmen, UG, GmbH, GbR
Vivid.MoneyStandard0 € für Aktivkund:innen, sonst 3,90 € pro Monat-Kostenlos++bis zu 3 virtuelle KartenBargeldabhebung möglich; keine BareinzahlungCSV-/DATEV-ExportEinzelunternehmen, Freiberufler:innen, GmbH, UG
RevolutBasic0,00 €-Kostenlos++1 physische + virtuelle KartenBargeldabhebung bis zum Fair-Use-LimitDATEV via IntegrationenEinzelunternehmen, Kapitalgesellschaften
CommerzbankKlassik­Geschäfts­konto15,90 €kostenlos für 12 Monate10 frei, danach 0,20 € pro Transaktion++girocard mit Visa-FunktionEin-/Auszahlung in Filiale und Cash Group+Einzelunternehmen, GmbH, UG, GbR
GrenkeGRENKE Business0,00 €-50 frei, danach 0,10 € pro Transaktion--BusinessCard optionalBargeldversorgung über Partnerbanken+Selbstständige, Freiberufler:innen
GLS BANKGLS Konto Geschäft10,00 €-0,14 € pro Buchung-+GLS BankCardEinzahlung über GLS/ReiseBank; Auszahlung am Automaten+alle Rechtsformen
TargobankBusiness-Konto Plus9,90 €-0,20 € pro Buchung++Business Visa DebitkarteEin-/Auszahlung in Filiale und am Automaten+Einzelunternehmen, GmbH, UG, GbR
Deutsche BankDeutsche Bank Business BasicKonto14,90 €-0,30 € pro belegloser Buchung++bis zu 2 Deutsche Bank Card Business (Debitkarte) + 1 BusinessCard (Kreditkarte) Auszahlung an Geldautomaten weltweit (60+ Länder); Ein- und Auszahlung an der Kasse+Freiberufler:innen, Einzelunternehmen, GmbH, UG
PostbankPostbank Business Giro

12,90 €

 

0 € bis 31.12.20270,28 € pro belegloser Buchung-+1 Postbank Card Business (Debitkarte); Mastercard Business Card Classic im 1. Jahr kostenlosAuszahlung an Geldautomaten der Cash Group + im Einzelhandel; Ein- und Auszahlung an der Kasse+alle Rechtsformen

Wichtiger Hinweis: Alle Angaben entsprechen dem Stand Juli 2026. Tarife, Gebühren und Konditionen können sich jederzeit ändern. Prüfe deshalb vor dem Abschluss die aktuellen Preise und Details direkt auf den offiziellen Websites der jeweiligen Banken.

Falls Du Dich speziell für ein Geschäftskonto für Freiberufler interessierst, empfehlen wir Dir unseren separaten Artikel, der gezielt auf die Bedürfnisse von Freiberuflern eingeht. Zudem bieten wir einen umfassenden Vergleich von Geschäftskonten an, der Geschäftskonten für alle Unternehmensformen analysiert und bewertet.

Geschäftskonto mit Online-Buchhaltung

Was ist ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer?

Ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer ist ein Bankkonto, das speziell auf die Bedürfnisse von Kleinunternehmern, Selbstständigen und Freiberuflern zugeschnitten ist. Es ermöglicht die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen, was für eine klare Buchführung und Steuererklärung essentiell ist.

Wer gilt als Kleinunternehmer?

Kleinunternehmer sind in Deutschland Unternehmer, die aufgrund ihres geringen Umsatzes steuerliche Erleichterungen genießen. Die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG gilt, wenn der Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 € nicht überschreitet. Das bedeutet, dass sie auf Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und dadurch administrativen Aufwand sparen können.

Unterschied zwischen Kleinunternehmer und Kleingewerbe

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es einen wichtigen Unterschied:

  • Kleinunternehmer ist ein steuerrechtlicher Begriff und bezieht sich auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuerrecht.
  • Kleingewerbe hingegen ist ein gewerberechtlicher Begriff und betrifft die Einordnung eines Unternehmens nach der Gewerbeordnung (GewO). Kleingewerbetreibende sind grundsätzlich nicht zur Eintragung ins Handelsregister verpflichtet und unterliegen daher in der Regel nicht den kaufmännischen Buchführungspflichten des HGB. Stattdessen können sie ihren Gewinn meist mittels Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermitteln.

Ein Unternehmer kann also Kleinunternehmer sein, ohne ein Kleingewerbe zu führen, und umgekehrt. Beispielsweise kann ein Freiberufler Kleinunternehmer sein, während ein Kleingewerbetreibender nicht zwingend von der Kleinunternehmerregelung profitiert, wenn er auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichtet.

Ist ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer Pflicht?

In der Regel nein. Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG richtet sich vor allem an Einzelunternehmer, Freiberufler und Kleingewerbetreibende. Für diese Unternehmensformen besteht grundsätzlich keine gesetzliche Pflicht, ein separates Geschäftskonto zu führen.

Dennoch ist ein Geschäftskonto empfehlenswert. Es erleichtert die Trennung privater und geschäftlicher Finanzen, vereinfacht die Buchhaltung und sorgt für mehr Übersicht.

Unterschiede zwischen Geschäfts- und Privatkonten

Ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer unterscheidet sich in mehreren Punkten von einem privaten Girokonto:

MerkmalPrivates KontoGeschäftskonto
Automatisierung von Zahlungeneher begrenztwiederkehrende Zahlungen automatisierbar
TransaktionsverfolgungBasisfunktionendetaillierte Nachverfolgung von Einnahmen und Ausgaben
Integration mit Buchhaltungssoftwarekeine direkte Anbindungkompatibel mit Buchhaltungstools wie DATEV, Lexoffice
Multi-Währungskontenmeist nicht verfügbarhäufig für internationale Geschäfte integriert

Diese speziellen Funktionen unterstreichen, warum ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer sinnvoll ist. Es erleichtert nicht nur die Buchhaltung, sondern auch das Finanzmanagement.

Wann ist ein Geschäftskonto unverzichtbar?

Für die meisten Kleinunternehmer ist ein Geschäftskonto freiwillig. Für bestimmte Rechtsformen ist es aufgrund rechtlicher und buchhalterischer Anforderungen jedoch in der Praxis unverzichtbar.

  • GmbH & UG: Für GmbHs und UGs ist ein separates Geschäftskonto zwar nicht ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis ist es jedoch erforderlich, da das Stammkapital vor der Eintragung der Gesellschaft eingezahlt werden muss (§ 7 GmbHG). Zudem erleichtert ein Geschäftskonto die Trennung zwischen Gesellschafts- und Privatvermögen.
  • Eingetragene Kaufleute (e.K.): Laut § 238 HGB unterliegen eingetragene Kaufleute grundsätzlich der handelsrechtlichen Buchführungspflicht. Erfüllen sie jedoch die Voraussetzungen des § 241a HGB, können sie von dieser Pflicht befreit sein. Ein separates Geschäftskonto erleichtert eine ordnungsgemäße Buchführung und die Trennung betrieblicher und privater Finanzen.
  • Personengesellschaften wie OHG & KG: Offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften (KG) unterliegen grundsätzlich den handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten (§ 238 HGB). Ein separates Geschäftskonto erleichtert die Trennung betrieblicher und privater Finanzströme.
  • Einzelunternehmer und Freiberufler ohne Handelsregistereintrag: Für Einzelunternehmer und Freiberufler ohne Handelsregistereintrag besteht grundsätzlich keine Pflicht, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Dennoch erleichtert ein separates Konto die Buchhaltung, die Steuererklärung und die Trennung geschäftlicher und privater Finanzen. 

Der Ablauf zur Eröffnung eines Geschäftskontos für Kleinunternehmer

Die Eröffnung eines Geschäftskontos für Kleinunternehmer kann je nach Banktyp unterschiedlich ablaufen. Die Wahl zwischen einer traditionellen Bank, einer Online-Bank oder einem FinTech-Unternehmen hängt von den individuellen Anforderungen und Präferenzen ab.

Im Folgenden findest Du eine detaillierte Anleitung zur Kontoeröffnung bei verschiedenen Anbietern.

Eröffnung eines Geschäftskontos bei traditionellen Banken

Traditionelle Banken bieten persönliche Beratung und umfangreiche Services, erfordern jedoch oft mehr Zeit für die Kontoeröffnung.

  1. Terminvereinbarung: Vereinbare einen Termin in einer Filiale der gewünschten Bank.
  2. Vorbereitung der Unterlagen: Bringe alle erforderlichen Dokumente mit (siehe Abschnitt „Benötigte Dokumente“).
  3. Beratungsgespräch: Im persönlichen Gespräch werden Deine geschäftlichen Bedürfnisse analysiert und passende Kontomodelle vorgestellt.
  4. Antragstellung: Fülle den Kontoeröffnungsantrag aus und reiche die Unterlagen ein.
  5. Kontofreischaltung: Nach Prüfung der Unterlagen wird das Geschäftskonto für Kleinunternehmer aktiviert.

Praxisbeispiel: Geschäftskonto-Eröffnung für einen Freiberufler

Max Schneider, ein freiberuflicher Grafikdesigner aus München, macht sich selbstständig und benötigt ein Geschäftskonto, um private und geschäftliche Finanzen voneinander zu trennen. Da er Wert auf persönliche Beratung legt, entscheidet er sich für eine traditionelle Bank mit Filialservice.

Schritt 1: Bankauswahl und Terminvereinbarung

Max vergleicht verschiedene Banken und entscheidet sich für ein Geschäftskonto mit günstigen Konditionen für Freiberufler. Anschließend vereinbart er einen Termin in der nächstgelegenen Filiale.

Schritt 2: Beratungsgespräch und Kontoeröffnung

Im Beratungsgespräch erläutert der Bankberater die verschiedenen Kontomodelle sowie mögliche Zusatzleistungen wie Firmenkarten oder Buchhaltungsintegrationen. Max entscheidet sich für ein Konto mit niedrigen Kontoführungsgebühren und einer DATEV-Schnittstelle.

Schritt 3: Einreichung der erforderlichen Dokumente

Für die Kontoeröffnung benötigt Max folgende Unterlagen:

  • Personalausweis – zur Identitätsprüfung
  • Steuernummer oder steuerliche Erfassung (je nach Bank)
  • Angaben zu seiner freiberuflichen Tätigkeit

Er reicht die erforderlichen Unterlagen ein, woraufhin die Bank seinen Antrag prüft.

Schritt 4: Kontoaktivierung und erste Nutzung

Nach erfolgreicher Prüfung wird das Geschäftskonto freigeschaltet. Max erhält seine IBAN sowie die Zugangsdaten für das Online-Banking. Anschließend richtet er Daueraufträge ein und verbindet das Konto mit seiner Buchhaltungssoftware, damit Einnahmen und Ausgaben automatisch erfasst werden.

Dank der persönlichen Beratung findet Max ein Geschäftskonto, das zu seinen Anforderungen passt und ihn bei der Verwaltung seiner Finanzen unterstützt.

Eröffnung eines Geschäftskontos bei Online-Banken und FinTech-Unternehmen

Online-Banken und FinTech-Unternehmen ermöglichen die Eröffnung eines Geschäftskontos für Kleinunternehmer vollständig digital. Im Vergleich zu traditionellen Banken erfolgt der gesamte Prozess online – von der Registrierung über die Identitätsprüfung bis hin zur Freischaltung des Kontos.

  1. Registrierung: Erstelle ein Benutzerkonto über die Website oder App des Anbieters. 
  2. Dokumenten-Upload: Lade die erforderlichen Unterlagen digital hoch. 
  3. Identitätsprüfung: Bestätige Deine Identität mithilfe des vom Anbieter vorgesehenen Verfahrens, beispielsweise per Selfie-Verfahren, VideoIdent oder einem anderen digitalen Verifizierungsprozess. 
  4. Antragstellung: Reiche den Antrag auf Eröffnung des Geschäftskontos online ein und unterschreibe die erforderlichen Dokumente elektronisch, sofern dies vom Anbieter unterstützt wird. 
  5. Kontofreischaltung: Nach erfolgreicher Prüfung der Unterlagen wird das Geschäftskonto je nach Anbieter häufig innerhalb weniger Werktage freigeschaltet. 

Praxisbeispiel: Digitale Kontoeröffnung mit Finom

Anna Müller arbeitet als freiberufliche Marketingberaterin und möchte ihre geschäftlichen und privaten Finanzen trennen. Da sie ihr Unternehmen vollständig digital führt, entscheidet sie sich für ein Geschäftskonto von Finom.

Schritt 1: Registrierung

Anna registriert sich über die Finom-Website oder die App und gibt ihre persönlichen sowie geschäftlichen Daten ein.

Schritt 2: Identität verifizieren

Anschließend bestätigt sie ihre Identität über eine der angebotenen Verifizierungsmethoden. Je nach Verfahren fotografiert sie ihren Ausweis, erstellt ein Selfie und bestätigt ihr Bankkonto oder führt eine Video-Identitätsprüfung durch.

Schritt 3: Prüfung und Kontoeröffnung

Nach erfolgreicher Verifizierung prüft Finom die eingereichten Informationen. In den meisten Fällen erfolgt die Freischaltung innerhalb von 24 bis 72 Stunden.

Schritt 4: Konto nutzen

Nach der Freischaltung erhält Anna Zugriff auf ihr Geschäftskonto und kann Rechnungen erstellen, Zahlungen empfangen sowie das Konto mit ihrer Buchhaltungssoftware verbinden.

Dank des vollständig digitalen Eröffnungsprozesses kann Anna ihr Geschäftskonto ohne Filialbesuch eröffnen und direkt für ihr Unternehmen nutzen.

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Wie wählt man das richtige Geschäftskonto für Kleinunternehmer

Die Wahl des richtigen Geschäftskontos hängt vor allem davon ab, wie Du Dein Unternehmen führst. Während einige Kleinunternehmer lediglich ein Konto für Rechnungen und Überweisungen benötigen, legen andere Wert auf Buchhaltungsintegrationen, Firmenkarten oder internationale Zahlungen.

Achte bei der Auswahl insbesondere auf folgende Kriterien:

  • Kontoführungsgebühren und Transaktionskosten

Vergleiche nicht nur die monatliche Grundgebühr, sondern auch mögliche Kosten für Überweisungen, Bargeldeinzahlungen, Karten oder Fremdwährungstransaktionen.

  • Buchhaltung und Integrationen

Wenn Du mit DATEV, Lexoffice, sevdesk oder einer anderen Buchhaltungssoftware arbeitest, sollte sich das Geschäftskonto möglichst direkt damit verbinden lassen.

  • Karten und Zahlungsverkehr

Prüfe, ob Debit- oder Kreditkarten enthalten sind, virtuelle Karten angeboten werden und ob das Konto internationale Zahlungen unterstützt.

  • Mobile Banking und Benutzerfreundlichkeit

Eine übersichtliche App und ein intuitives Online-Banking erleichtern den Geschäftsalltag – insbesondere, wenn Du viele Aufgaben unterwegs erledigst.

  • Bargeld und Kundenservice

Falls Du regelmäßig Bargeld ein- oder auszahlen musst, solltest Du die entsprechenden Gebühren und Möglichkeiten prüfen. Auch ein gut erreichbarer Kundenservice kann im Alltag hilfreich sein.

Checkliste: Worauf solltest Du bei der Wahl eines Geschäftskontos achten?

Vor der Kontoeröffnung solltest Du Dir unter anderem folgende Fragen stellen:

  • Wie hoch sind die monatlichen Kontoführungsgebühren?
  • Sind SEPA-Überweisungen und Lastschriften kostenlos?
  • Gibt es Gebühren für Bargeldeinzahlungen oder Bargeldabhebungen?
  • Lässt sich das Konto mit meiner Buchhaltungssoftware verbinden?
  • Sind Firmenkarten oder virtuelle Karten enthalten?
  • Unterstützt der Anbieter internationale Zahlungen und mehrere Währungen?

Praxisbeispiel: So findest Du das passende Geschäftskonto

Stell Dir vor, Du bist Sarah und arbeitest als freiberufliche Grafikdesignerin. Du verschickst jeden Monat etwa 20 Rechnungen, erhältst Zahlungen per SEPA-Überweisung und bezahlst Deine Software-Abonnements online. Bargeld nutzt Du praktisch nie, dafür möchtest Du Deine Buchhaltung möglichst einfach erledigen.

In diesem Fall sind eine kostenlose Kontoführung, eine virtuelle oder physische Karte sowie eine Anbindung an DATEV, Lexoffice oder sevdesk besonders wichtig. Zusätzliche Funktionen wie mehrere Teamkarten oder Bargeldein- und -auszahlungen spielen für Dich dagegen kaum eine Rolle.

Betreibst Du hingegen ein Ladengeschäft oder beschäftigst Mitarbeitende, können Bargeldein- und -auszahlungen, mehrere Firmenkarten oder Funktionen zur Ausgabenverwaltung wichtiger sein als eine kostenlose Kontoführung.

Kosten des Geschäftskontos für Kleinunternehmer

Die Kosten für ein Geschäftskonto hängen vom Anbieter und dem gewählten Tarif ab. Während einige Banken und FinTech-Unternehmen kostenlose Basiskonten anbieten, verlangen andere eine monatliche Kontoführungsgebühr oder berechnen zusätzliche Kosten für einzelne Leistungen.

Eröffnungs- und Kontoführungsgebühren

Bei vielen Anbietern ist die Kontoeröffnung kostenlos. Unterschiede gibt es vor allem bei den monatlichen Kontoführungsgebühren. So bieten beispielsweise Finom Solo, FYRST BASE, N26 Business Standard oder Kontist Free eine kostenlose Kontoführung. Andere Tarife wie Qonto Basic, GLS Konto Geschäft oder das Deutsche Bank Business BasicKonto kosten je nach Leistungsumfang zwischen rund 9 € und 15 € pro Monat.

Transaktionskosten

Nicht nur die Grundgebühr ist entscheidend. Einige Anbieter bieten kostenlose SEPA-Überweisungen oder ein monatliches Freikontingent an. So sind beim FYRST BASE beispielsweise 50 Buchungen pro Monat inklusive, während bei Qonto Basic 30 Transaktionen enthalten sind. Bei anderen Anbietern fallen Gebühren pro Buchung oder nach Überschreiten bestimmter Limits an.

Fremdwährungsgebühren

Falls Du regelmäßig internationale Zahlungen sendest oder empfängst, solltest Du die Gebühren für Fremdwährungstransaktionen vergleichen. Manche Anbieter berechnen Wechselkursaufschläge oder transaktionsabhängige Gebühren. Bei Wise Business richten sich diese beispielsweise nach Währung und Zahlungsbetrag.

Zusatzfunktionen

Auch Zusatzleistungen unterscheiden sich je nach Tarif. Manche Anbieter stellen Buchhaltungsintegrationen, virtuelle Karten oder API-Zugänge bereits im Basistarif zur Verfügung, während andere diese Funktionen erst in höheren Tarifen anbieten.

Gibt es kostenlose Geschäftskonten für Kleinunternehmer?

Ja. Einige Banken und FinTech-Unternehmen bieten kostenlose Geschäftskonten an. Diese eignen sich besonders für Kleinunternehmer mit geringem Buchungsvolumen. Werden jedoch zusätzliche Leistungen wie mehrere Karten, internationale Zahlungen oder erweiterte Buchhaltungsfunktionen benötigt, kann ein kostenpflichtiger Tarif langfristig die bessere Wahl sein.

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