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Steuernummer – Alles auf einen Blick

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Steuernummer

Die Steuernummer in Deutschland und die Steuer-ID sind zwei unterschiedliche Nummern, die zwei unterschiedlichen Zwecken dienen. Wir erklären die Unterschiede und die Notwendigkeit beider Nummern und was die Steuernummer und die Steuer-Identifikationsnummer in Deutschland sind.

Wer braucht eine Steuernummer?

Jeder, der eine Steuererklärung, eine Rechnung oder ein ähnliches Dokument erstellen möchte, benötigt eine persönliche Steuernummer. Außerdem muss jeder Arbeitgeber die Steuernummern seiner Mitarbeiter kennen, da er nur so die Lohnsteuer für seine Mitarbeiter abführen kann. Die Steuernummer befindet sich daher in der oberen rechten Ecke der Lohnsteuerkarte. Eine Ausnahme bilden Jobs, in denen nicht mehr als 450 Euro verdient werden: Auf dieses Gehalt wird keine Steuer erhoben, weshalb keine Steuernummer benötigt wird.

Selbständige hingegen benötigen diese Nummer, um Steuern zu zahlen und um eine Rechnung auszuweisen. Banken fragen auch oft nach der Steuernummer des Kontoinhabers. Dies geschieht beispielsweise in Fällen, in denen sie Auskunft über die Einhaltung der Grenzen von Freistellungsverfügungen geben müssen. Für die Beantragung des Kindergeldes benötigen Eltern ebenfalls die Steuernummer von sich und ihren Kindern. Damit soll verhindert werden, dass es zu Doppelzahlungen kommt.

Wie lautet die Steuernummer in Deutschland?

Die Steuernummer in Deutschland ist eine eindeutige, aber nicht dauerhafte Nummer, die einer natürlichen oder juristischen Person vom Finanzamt zugeteilt wird. Diess hilft dem örtlichen Finanzamt, Ihre Unterlagen schneller zu identifizieren, beispielsweise, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben.

Falls Sie noch nie eine Steuererklärung abgegeben haben, liegt höchstwahrscheinlich noch keine Steuernummer vor. Das Format variiert je nach Bundesland, in dem Sie leben, hat aber meistens 10 bis 11 Ziffern im folgende 133/8150/8159. Das vereinheitlichte Bundesformat hat jedoch immer 13 Ziffern, die so geschrieben werden: 5133081508159.

Wenn sich Ihre Lebenssituation ändert, erhalten Sie eine neue oder zusätzliche Steuernummer. Sollten Sie innerhalb Deutschlands in eine andere Stadt ziehen und damit Ihr zuständiges Finanzamt wechseln, erhalten Sie vom neuen Finanzamt eine neue Steuernummer zugeteilt. Wenn Sie heiraten und am Jahresende eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, erhalten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin eine Steuernummer.

Sollten Sie sich selbstständig machen oder freiberuflich tätig starten, ändert sich ebenfalls Ihre Steuernummer.

Wo finde ich meine Steuernummer?

Eine deutsche Steuernummer erhalten Sie nach Abgabe Ihrer ersten Steuererklärung. Diese finden Sie auf dem Steuerbescheid des Finanzamtes.

Was ist die Steuer-ID in Deutschland?

Die Steuer-ID in Deutschland hat viele Namen. Achten Sie auf die Namen Steuer-ID, steuerliche Identifikationsnummer, Steuer-IdNr., TIN oder persönliche Identifikationsnummer. Es ist Ihre persönliche Steueridentifikationsnummer in Deutschland. Diese Nummer besteht aus 11 Ziffern im Format 12 123 123 123 und ist dauerhaft. Die Steueridentifikationsnummer wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben.

Als Expat erhalten Sie diese einige Wochen nach der erstmaligen Registrierung Ihrer Adresse in Deutschland (Anmeldung) automatisch per Post. Ihre deutsche Steuer-ID ändert sich nie und Sie sollten diesen Zettel sicher aufbewahren. In Deutschland geborene Babys bekommen diese Nummer wenige Tage nach der Geburt zugeteilt. Wenn Sie also Kinder in Deutschland haben, wundern Sie sich nicht, wenn Sie einige Tage nach der Geburt einen an Ihr Kind adressierten Brief erhalten.

Ihr Arbeitgeber benötigt Ihre Steuer-ID, um Sie korrekt zu bezahlen. Erst wenn Sie Ihrem Arbeitgeber Ihre Steuer-ID mitteilen, kann die Lohnbuchhaltung den korrekten Steuerbetrag von Ihrem Bruttogehalt abziehen. Auch bei der Eröffnung eines Bankkontos in Deutschland müssen Sie Ihre Steuer-ID angeben.

Wo finden Sie Ihre deutsche Steuer-ID?

Ihre Steuer-ID in Deutschland finden Sie auf folgenden Dokumenten: 

  • Amtliches Dokument, das Sie nach Anmeldung Ihrer Anschrift per Post vom Bundeszentralamt für Steuern erhalten
  • Elektronische Lohnsteuerbescheinigung, die Sie am Jahresende von Ihrem Arbeitgeber erhalten
  • Ihrer Gehaltsabrechnung

Was ist, wenn Sie Ihre deutsche Steuer-ID verloren haben?

Wenn Sie alle oben genannten Dokumente verloren oder weggeworfen haben, weil Sie deren Wichtigkeit nicht kannten, können Sie beim Finanzamt kostenlos einen neuen Brief mit Ihrer Steuer-ID anfordern.

Es dauert bis zu sechs Wochen, bis der Brief mit Ihrer Steuer-ID eintrifft. Sollten Sie es eilig haben, können Sie auch persönlich zu Ihrem zuständigen Finanzamt gehen und Ihre Steuer-ID erfragen. Sie können sie vor Ort für Sie ausdrucken. Im Falle, dass Sie sich nicht sicher sind, welches Finanzamt für Sie zuständig ist, nutzen Sie den Finanzamt-Finder. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl in die Suchleiste ein, um Ihr zuständiges Finanzamt zu finden.

Was ist die Steuernummer für Freiberufler in Deutschland?

Falls dies Sie nun noch mehr zu verwirrt: Es gibt eine weitere Steuernummer, die Sie erhalten, wenn Sie Ihr eigenes Gewerbe als Freiberufler oder Selbstständiger anmelden. Diese Steuernummer entspricht der Gewerbesteuernummer, die Sie mit Ihrem ersten Steuerbescheid erhalten. Auf allen Rechnungen, die Sie ausstellen, müssen Sie Ihre Freiberufler-/Gewerbesteuernummer angeben.

Bei der Gewerbeanmeldung beim Finanzamt müssen Sie ein etwas umständliches, siebenseitiges Formular namens Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen.

Was ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in Deutschland?

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder USt-ID in Deutschland ist eine 9-stellige Nummer, die mit der Ländervorwahl (DE für Deutschland) beginnt: DE123456789.

Jedes Unternehmen, das außerhalb Deutschlands und innerhalb eines EU-Landes tätig ist, benötigt dennoch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Wenn Sie ein kleines Nebengewerbe (Kleingewerbe) anmelden oder nur innerhalb Deutschlands tätig sind, benötigen Sie keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Auf jeder Rechnung müssen Sie Ihre Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID angeben.

Um eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zu beantragen, kreuzen Sie bei der Gewerbeanmeldung unbedingt das entsprechende Kästchen beim Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung an.

Wichtige Hinweise für Selbständige

Das Bundesamt für Steuern verlangt, dass private und geschäftliche Finanzen getrennt werden. Dies erleichtert einen schnellen Überblick über alle Einnahmen, Ausgaben und Umsätze und führt zu weniger Rückfragen und Klärungsbedarf auf beiden Seiten. Auch die Banken verweisen Inhaber eines kostenlosen Girokontos für die private Nutzung früher oder später auf ein kostenpflichtiges Geschäftskonto. Das heißt, Existenzgründer sollten sich im besten Fall schon vor Beginn ihrer Tätigkeit ein Geschäftskonto besorgen. Auf diese Weise lassen sich Finanzen von Anfang an strikt trennen, was letztlich auch dem Selbstständigen erhebliche Arbeit erspart und eine Abgabe der Steuererklärung erleichtert.

Verwalten Sie Einnahmen- und Ausgabenbelege für Selbständige & Freiberufler und bereiten Sie deutsche Steuererklärungen vor – alles in Ihrem Geschäftskonto. Mit deutscher IBAN, unbegrenzten SEPA-Überweisungen und VISA-Karte haben Sie Ihre Finanzen einfach im Griff und bleiben steuerlich gerüstet. FINOM unterstützt Sie bei der Abgabe Ihrer Steuer online. Online-Rechnungsstellung und Online-Buchhaltung gehören heute zum stressfreien Arbeitsalltag der Selbstständigkeit.

Fazit

Egal ob Steuernummer, Identifikationsnummer, Steuernummer für Selbstständige oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – sie alle stellenverschiedene Nummern dar, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Die Steuernummer dient der Kommunikation mit den Finanzbehörden und der Abwicklung der Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Für die Einkommensteuererklärung verwenden Sie hingegen Ihre Steueridentifikationsnummer. Wir hoffen, dass dieser Leitfaden Ihnen geholfen hat, sich im deutschen Steuernummer-Dschungel zurechtzufinden.

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