Tagesgeld und Festgeld helfen Unternehmen, freie Liquidität sinnvoll anzulegen. Beide Anlageformen wirken ähnlich, unterscheiden sich aber im Hinblick auf Verfügbarkeit, Laufzeit und Zinssatz. 

Inhalt

In diesem Artikel erfährst Du, worin der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld liegt und welche Anlageform für Dein Unternehmen sinnvoll sein kann.

Tagesgeld vs. Festgeld

Was ist Tagesgeld? Seine Bedeutung für Unternehmen

Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage, bei der Unternehmen überschüssige Liquidität auf einem speziellen Konto bei einer Bank anlegen. Dieses Tagesgeldkonto wird verzinst und ermöglicht gleichzeitig jederzeit den Zugriff auf das angelegte Kapital. Im Gegensatz zu langfristigen Anlagen bleibt das Geld somit kurzfristig verfügbar.

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Tagesgeldkonto und einem Geschäftskonto?

Ein Tagesgeldkonto wird oft zusätzlich zu einem Geschäftskonto geführt. Während das Geschäftskonto für den täglichen Zahlungsverkehr und die Verknüpfung mit verschiedenen Zahlungsmethoden genutzt wird, dient das Tagesgeldkonto vor allem dazu, freie Mittel kurzfristig anzulegen. Ein- und Auszahlungen erfolgen in der Regel über ein Referenzkonto, das mit dem Geschäftskonto verbunden ist.

Wann ist Tagesgeld für Unternehmen sinnvoll?

Viele Unternehmen nutzen Tagesgeld, wenn ein hoher Free Cash Flow entsteht und Kapital vorübergehend nicht benötigt wird. Statt dieses Geld unverzinst auf dem normalen Konto zu lassen, kann es kurzfristig angelegt werden, bis es für Investitionen, Finanzierung oder Leasing genutzt wird. Dadurch entsteht eine flexible Liquiditätsreserve, die durch Zinserträge Mehrwert bringen kann.

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Was ist Festgeld? Seine Bedeutung für Unternehmen

Festgeld, auch Termingeld genannt, ist eine Form der Geldanlage mit fester Laufzeit. Unternehmen legen dabei einen bestimmten Geldbetrag für einen vorher festgelegten Zeitraum bei einer Bank an. Während dieser Zeit bleibt das Kapital gebunden und steht nicht für andere Ausgaben zur Verfügung.

Wie funktioniert ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto funktioniert relativ einfach. Unternehmen überweisen dabei einen festen Betrag auf das Konto und vereinbaren gleichzeitig eine bestimmte Laufzeit sowie einen garantierten Zinssatz mit dem Anbieter. Dieser Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert. 

Welche Laufzeiten sind bei Festgeld üblich?

Die Laufzeiten von Festgeld können variieren. Viele Banken bieten Zeiträume von einem Monat bis zu mehreren Jahren an. Längere Laufzeiten sind oft mit höheren Zinsen verbunden.

Festgeld kann damit besonders sinnvoll sein, wenn Unternehmen Kapital für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigen und mit festen Zinserträgen planen möchten.

Worin liegt der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld für Unternehmen?

Tagesgeld oder Festgeld

Der wichtigste Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld liegt in der Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Mit einem Tagesgeldkonto können Unternehmen jederzeit auf ihr Geld zugreifen. Beim Festgeld ist der angelegte Betrag dagegen für eine festgelegte Laufzeit gebunden.

Ein weiterer Unterschied betrifft den Zinssatz. Beim Tagesgeld sind die Zinsen in der Regel variabel und können regelmäßig an das aktuelle Marktzinsniveau angepasst werden. Beim Festgeld bleibt der vereinbarte Zinssatz hingegen während der gesamten Laufzeit konstant. Dadurch wissen Unternehmen bereits im Voraus, welche Zinserträge sie erwarten können.

Tagesgeld bietet außerdem mehr Flexibilität, da das Kapital jederzeit verfügbar bleibt. Festgeld ermöglicht im Vergleich jedoch eine bessere Planbarkeit der Rendite, weil Zinssatz und Laufzeit feststehen.

Wenn Kapital kurzfristig verfügbar bleiben soll, ist Tagesgeld meist die bessere Wahl. Festgeld eignet sich eher für Unternehmen, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigen und auf stabile Zinsen Wert legen.

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Tagesgeld oder Festgeld: Vergleich der wichtigsten Eigenschaften

Die Unterschiede zwischen Festgeld und Tagesgeld zeigen sich besonders deutlich im Hinblick auf Flexibilität, Zinssatz und Planungssicherheit.

KriteriumTagesgeldFestgeld
Verfügbarkeit des Kapitalstäglicher Zugriff auf das Guthaben möglichbis zum Ende der Laufzeit gebundenes Kapital
Laufzeitkeine feste Laufzeitfeste Laufzeit von meist einem Monat bis zu mehreren Jahren
Zinssatzvariabel und kann sich je nach Marktzinsniveau ändernfester Zinssatz während der gesamten Laufzeit
Planungssicherheitgeringere Planbarkeit der Zinserträgeklare Planung durch garantierten Zinssatz
Flexibilitäthohe Flexibilität bei kurzfristigen Investitionengeringere Flexibilität während der Laufzeit

Welche Vor- und Nachteile hat Tagesgeld für Unternehmen?

Ein Tagesgeldkonto bietet Flexibilität, hat aber auch Nachteile.

Vorteile von Tagesgeld

  • jederzeitiger Zugriff auf das angelegte Kapital
  • flexible Anlage überschüssiger Liquidität
  • einfache Verwaltung über ein Referenzkonto
  • keine feste Laufzeit der Geldanlage

Nachteile von Tagesgeld

  • meist variable Zinssätze, die sich ändern können
  • weniger planbare Erträge als bei Festgeld
  • häufig niedrigere Zinssätze als bei Festgeld
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Welche Vor- und Nachteile hat Festgeld für Unternehmen?

Festgeld ermöglicht Unternehmen die feste, planbare Anlage von Kapital, aber auch hier gibt es Aspekte, die abgewogen werden sollten.

Vorteile von Festgeld

  • garantierter Zinssatz während der gesamten Laufzeit
  • hohe Planungssicherheit bei den Zinserträgen
  • häufig höhere Zinsen als bei einem Tagesgeldkonto
  • geeignet für Kapital, das langfristig nicht benötigt wird

Nachteile von Festgeld

  • während der Laufzeit gebundenes Kapital
  • bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf kein Zugriff auf das Geld
  • kein Profitieren von steigenden Zinsen während der Laufzeit

Wie sicher sind Tagesgeld und Festgeld für Unternehmen?

Tagesgeld und Festgeld gelten grundsätzlich als vergleichsweise sichere Anlageformen, da Bankeinlagen in Deutschland und der Europäischen Union durch gesetzliche Sicherungssysteme geschützt sind.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben bis zu 100.000 € pro Einleger:in und Bank. Dieser Schutz gilt auch für viele Firmenkonten sowie für Tagesgeld- und Festgeldanlagen von Unternehmen. Sollte eine Bank zahlungsunfähig werden, erhalten Kund:innen ihre Einlagen bis zu dieser Grenze zurück.

Auf was sollten Unternehmen bei der Entscheidung achten?

Trotz der relativen Sicherheit dieser Anlagemethode sollten Unternehmen mögliche Risiken berücksichtigen. Besonders beim Festgeld bleibt das Kapital über die gesamte Laufzeit gebunden. Wenn sich das Zinsniveau am Markt verändert, können Unternehmen mit Festgeldanlagen während dieser Zeit nicht von besseren Angeboten oder steigenden Zinssätzen profitieren.

Bei der Auswahl einer Bank lohnt es sich, auf mehrere Faktoren zu achten. Dazu gehören unter anderem eine stabile Finanzlage, transparente Konditionen und ein zuverlässiger Zugang zum eigenen Kapital im Rahmen der vereinbarten Anlagebedingungen.

Wie entstehen Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld?

Wie entstehen Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld?

Die Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld hängen stark vom allgemeinen Zinsniveau am Finanzmarkt ab. Banken orientieren sich dabei unter anderem an den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank und an den aktuellen Bedingungen am Geldmarkt.

Wie entstehen Zinsen beim Tagesgeld?

Beim Tagesgeld sind die Zinsen meist variabel. Banken können sie jederzeit anpassen, wenn sich das Marktzinsniveau verändert. Steigen die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank, erhöhen Banken häufig auch die Zinsen für Tagesgeldkonten. Sinkt das Zinsniveau, können die Zinssätze nach unten angepasst werden.

Warum bietet Festgeld oft höhere Zinsen?

Festgeld bietet im Vergleich zum Tagesgeld oft höhere Zinsen. Der Grund liegt in der festen Laufzeit der Anlage. Da Unternehmen ihr Kapital für einen bestimmten Zeitraum bei der Bank anlegen, hat die Bank mehr Planungssicherheit und kann häufig eine höhere Verzinsung anbieten.

Wann werden Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld ausgezahlt?

Die Zinsgutschrift erfolgt je nach Bank unterschiedlich. Beim Tagesgeld werden Zinsen häufig monatlich oder jährlich gutgeschrieben. Beim Festgeld werden sie in der Regel am Ende der vereinbarten Laufzeit zusammen mit dem ursprünglichen Betrag ausgezahlt. Teils sind jedoch auch andere Zahlungsintervalle möglich, insbesondere bei längeren Laufzeiten.

Welche typischen Fehler machen Unternehmen bei Tagesgeld und Festgeld?

  • Liquiditätsbedarf unterschätzen: Wenn Unternehmen zu viel Kapital anlegen oder zukünftige Ausgaben nicht ausreichend berücksichtigen, kann später Geld für laufende Kosten oder kurzfristige Investitionen fehlen.
  • Zu lange Laufzeiten beim Festgeld wählen: Eine lange Laufzeit kann problematisch sein, wenn das Unternehmen früher auf das Geld zugreifen muss.
  • Nur auf die Zinshöhe achten: Ein hoher Zinssatz wirkt attraktiv, aber die Flexibilität eines Angebots spielt bei der Finanzplanung ebenfalls eine wichtige Rolle.
  • Inflation und Zinsänderungen ignorieren: Wenn die Inflation höher ist als die erzielten Zinsen, verliert das angelegte Kapital real an Wert. Unternehmen sollten deshalb regelmäßig prüfen, ob ihre Anlage noch zu ihrer Strategie und den Gegebenheiten passt.

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