Die Wahl des passenden Geschäftskontos ist eine zentrale Entscheidung für Unternehmen jeder Größe. Finom vs. Fyrst bieten beide Geschäftskonten an, unterscheiden sich jedoch bei Gebühren, Funktionen und Arbeitskomfort. Dieser Kurzüberblick zeigt, welche Lösung für welches Unternehmensmodell geeignet ist.

Inhalt

KriteriumFinomFyrst
Bewertung (Trustpilot)4,64,2
Kosten pro Monat

Bei jährlicher Zahlung:

Einzelunternehmer:innen: 0 € bis 23,99 €
Kleinunternehmen: 8,99 € bis 119 €
KMU: 119 € bis 249 €

0 € bis 10 €

24 € (Aktuell nur für juristische Personen)

Kostenloser Tarifja (Solo)ja (Base)
Testphaseja (30 Tage, ausser Pro und Grow)nein
Kontoeröffnungonlineonline
ZielgruppenFreiberufler:innen, Einzelunternehmer:innen, Personen- und AktiengesellschaftenFreelancer:innen, Gewerbetreibende, Personengesellschaften
Multi-Währungja, Walletsnein
Business-IntegrationenBuchhaltungsprogramme, DATEV-Export, APIDATEV, sevdesk, Lexware Office, Sage
Business-FunktionenRechnungsstellung, Ausgabenverwaltung, Teams, UnterkontenKarten und Bargeldfunktionen, Online-Banking, Unterkonten, einfache Buchhaltungsexporte
Teamzugangja, mehrere Nutzer:innenja, Zugriffsberechtigungen

Im nächsten Schritt betrachten wir die wichtigsten Merkmale der beiden Geschäftskonten im direkten Vergleich. Dazu gehören Voraussetzungen, Funktionen und Preise.

Finom vs. Fyrst: Welche Rechtsformen können ein Konto eröffnen?

Welche Rechtsformen zugelassen sind, unterscheidet die beiden Anbieter deutlich. Diese Tabelle bietet die Informationen auf einen Blick:

RechtsformFinom Fyrst
Freiberufler:innen✔️✔️
Einzelunternehmen / e. K.✔️✔️
GbR✔️✔️
UG✔️✔️
UG i.G.✔️✔️
UG und Co. KG✔️✔️
GmbH✔️✔️
GmbH i.G.✔️✔️
GmbH und Co. KG✔️✔️
OHG✔️✔️
KG✔️✔️
AG✔️✖️
KGaA✔️✖️
Partnerschaftsgesellschaft✔️✔️
Genossenschaft✔️✔️
Europäische Gesellschaft✔️✖️

Finom ermöglicht die Kontoeröffnung für nahezu alle deutschen Rechtsformen, von Freiberuflichen über Einzelunternehmen bis hin zu komplexen Strukturen wie AG, KGaA oder GmbH und Co. KG. Tarifabhängige Einschränkungen gibt es keine.

Fyrst richtet sich zwar primär an klassische, weniger komplexe Unternehmensformen, unterstützt aber darüber hinaus UG, GmbH und andere gängige Personengesellschaften, auch in Gründung. Rechtsformen wie AG oder Kapitalgesellschaften mit internationaler Struktur werden anders als bei Finom jedoch nicht akzeptiert. 

Geschäftskonto mit Online-Buchhaltung

Bieten Finom oder Fyrst eine deutsche IBAN an?

Eine deutsche IBAN ist für viele Unternehmen wichtig, damit Zahlungen innerhalb Deutschlands ohne Verzögerungen ausgeführt werden können.

KriteriumFinomFyrst
Deutsche IBANjaja
IBAN-HerkunftDeutschlandDeutschland

Sowohl Finom als auch Fyrst vergeben IBANs, die in Deutschland ausgestellt sind. An dieser Stelle ergeben sich somit keine Unterschiede.

Sicherheit bei Fyrst vs. Finom – Wie gut sind Konten und Daten geschützt?

Sicherheit spielt für Unternehmen eine zentrale Rolle. Beide Anbieter erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und setzen auf moderne Schutzmechanismen. Finom arbeitet mit einer stark digitalen Sicherheitsarchitektur, während Fyrst klassische Bankstrukturen nutzt.

KriteriumFinomFyrst
Zwei-Faktor-Authentifizierungjaja
Verschlüsselte Datenübertragungjaja
Push-Benachrichtigungen in Echtzeitjaja
Biometrischer Loginjaja
Virtuelle Karten zur Risikominimierungjanein
AufsichtsbehördenBaFin und DNBBaFin und EZB (über Deutsche Bank AG)
Einlagensicherungunbegrenztbis 437.500 € 

Finom bietet eine vollständig digitale Sicherheitsumgebung mit Echtzeit-Überwachung und Zugriffskontrollen. Die Gelder werden über die regulierte Partnerbank Solaris SE geführt, die unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der De Nederlandsche Bank (DNB) steht. Dadurch sind Einlagen gemäß der geltenden Einlagensicherung unbegrenzt geschützt.

Fyrst nutzt die Infrastruktur der Deutschen Bank AG über die Postbank. Kund:innen profitieren dabei ebenfalls von der Aufsicht durch die BaFin und die Europäische Zentralbank. Zusätzlich greift sowohl die gesetzliche Regulierung eines Vollkreditinstituts als auch der erweiterte Schutz des freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. So entsteht ein hohes Maß an institutioneller Sicherheit. Lediglich virtuelle Karten sind bei dem Anbieter nicht vorgesehen.

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Finom vs. Fyrst – Online-Banking und mobile Apps

Eine moderne, stabile Banking-App ist heute für viele Unternehmen unverzichtbar. Beide Anbieter unterstützen mobiles Banking, unterscheiden sich aber im Funktionsumfang.

KriteriumFinomFyrst
Mobile Appjaja
Webversion / Browserzugangjaja
Zugriff auf alle Funktionenjaja
iOS und Androidjaja

Finom bietet eine umfassende digitale Umgebung mit Web-Dashboard und vollwertiger mobiler App. Rechnungsstellung, Ausgabenmanagement, virtuelle Karten und Echtzeit-Benachrichtigungen sind sowohl am Desktop als auch mobil nutzbar – ideal für Unternehmer:innen, die Prozesse komplett digital steuern möchten.

Fyrst setzt hingegen auf klassisches Online-Banking und eine solide Smartphone-App. Kernfunktionen wie Überweisungen, Umsatzübersichten, Push-Benachrichtigungen und Kartenverwaltung sind vorhanden. Für Nutzer:innen, die einfaches Online-Banking bevorzugen, ist der Funktionsumfang ausreichend.

Kontoeröffnung bei Finom und Fyrst

Die Kontoeröffnung sollte schnell, digital und transparent ablaufen. Beide Anbieter setzen dabei auf einen vollständig onlinebasierten Prozess.

AspektFinomFyrst
Dauer der Kontoeröffnungca. 15 Minutennatürliche Personen: sofort nach Video-Ident; juristische Personen: 3–5 Werktage
IdentitätsprüfungVideo-Ident über SumsubVideo-Legitimation über WebID Solutions
Unterstützte LänderUnternehmen in DE, IT, FR, NL, ES, BE; Freiberufler im ganzen EWR; US-Gründer:innen mit EU-Firmadeutsche Firmensitze und wirtschaftliche Berechtigte in Deutschland

Finom bietet einen vollständig digitalen Prozess über App oder Browser. Die Identifizierung erfolgt via Sumsub. Solo-Selbstständige übermitteln nur persönliche Daten, Unternehmen zusätzlich Gründungs- oder Handelsregisterunterlagen. Die meisten Konten werden innerhalb weniger Stunden freigeschaltet. Finom akzeptiert Unternehmen in mehreren EU-Ländern. Auch US-Bürger:innen können ein Konto eröffnen, sofern sie eine EU-Firma gründen möchten.

Fyrst setzt auf eine Video-Legitimation über WebID. Natürliche Personen erhalten ihre IBAN sofort nach der Identifikation; bei juristischen Personen dauert die Freischaltung in der Regel drei bis fünf Werktage. Unterstützt werden ausschließlich Unternehmen und Freiberufler:innen mit deutschem Firmensitz und wirtschaftlich Berechtigten, die in Deutschland leben. Akzeptierte Ausweisdokumente sind auf von WebID zugelassene europäische Ausweise beschränkt. 

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Welche Kosten entstehen bei Fyrst oder Finom im Geschäftsalltag?

Die beiden Anbieter verfolgen unterschiedliche Preismodelle. Finom bietet mehrere digitale Tarife mit gestaffeltem Funktionsumfang an. Fyrst setzt auf zwei Hauptmodelle, die sich vor allem durch die Anzahl der inkludierten Transaktionen unterscheiden.

AspektFinom Solo / Basic / Smart / Pro / GrowFyrst Base / Complete
Monatliche Grundgebühr

Solo: 0 €

Basic: 8,99 € (bei Jahreszahlung)

Smart: 23,99 € (bei Jahreszahlung)

Pro: 119 € (bei Jahreszahlung)

Grow: 249 € (bei Jahreszahlung)

Base: 0 € für Freelancer 6 € für jur. Personen

Complete: 10 €

Premium: 24 €

Testphase

Solo: –

Basic / Smart: 30 Tage kostenlos

Pro: –

Grow: –

SEPA-Zahlungsausgänge

Solo: bis 2.500 € kostenfrei

Basic: bis 25.000 € kostenfrei

Smart: bis 50.000 € kostenfrei

Pro: bis 100.000 € kostenfrei

Grow: unbegrenzt kostenfrei

bis Limit kostenfrei
Physische Karten

Solo: 0 kostenfrei pro Nutzer:in

Basic: 1 kostenfrei pro Nutzer:in

Smart: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Pro: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Grow: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

1
Virtuelle Karten

Solo: 1 kostenfrei pro Nutzer:in, dann 1 €

Basic: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Smart: 10 kostenfrei pro Nutzer:in

Pro: unbegrenzt kostenfrei

Grow: unbegrenzt kostenfrei

Cashback

Solo: 0 %

Basic: 0 € – 1,500 €/Monat – 0 % / 1,500 €+/Monat – 1 % (bis 15 €)

Smart: 3 % (bis 30 €)

Pro: 0 € – 1,000 €/Monat – 0 % / 1,000 €+/Monat – 0.5 % (unbegrenzt)

Grow:  0 € – 1,000 €/Monat – 0 % / 1,000 €+/Monat – 1 % (unbegrenzt)

Funktionen

Solo: Buchhaltungsintegrationen, DATEV-Belegerfassung, Belegabgleich, Rechnungserkennung

Basic / Smart: Buchhaltungsintegrationen, DATEV-Belegerfassung, Belegabgleich, Rechnungserkennung, Rollen, Rechnungsvorlagen

Pro / Grow: Buchhaltungsintegrationen, DATEV-Belegerfassung, Belegabgleich, Rechnungserkennung, Rollen, Rechnungsvorlagen, Einnahmen- und Ausgabenanalyse

Base und Complete: Buchhaltungsintegrationen, HBCI-Schnittstelle, Einbindung der Steuerberatung, CSV-Export 

 

Nutzeranzahl

Solo: 1

Basic: 2

Smart: unbegrenzt

Pro: unbegrenzt

Grow: unbegrenzt

unbegrenzt

Die Preisstruktur gehört zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen zwischen den Anbietern. Finom konzentriert sich auf digitale Unternehmensprozesse und kombiniert kostenlose Optionen mit mehreren Leistungsstufen, während Fyrst klassische Bankelemente einbezieht und zwei feste Modelle anbietet. Dadurch entstehen deutliche Unterschiede bei den monatlichen Gebühren, bei den enthaltenen Funktionen und bei der Art der Zusatzkosten.

Finom bietet einen kostenlosen Einstieg, der bereits Rechnungsstellung, Ausgabenübersicht und virtuelle Karten umfasst. Die höheren Stufen erweitern diesen Funktionsumfang um zusätzliche Karten, mehrere Unterkonten und die Möglichkeit, mehreren Personen Zugriff zu geben. Da Finom vollständig digital arbeitet und keine Bargeldeinzahlungen anbietet, bleiben die variablen Kosten für den Zahlungsverkehr niedrig.

Die kostenfreie Variante von Fyrst deckt alle grundlegenden Bankabläufe ab. Im höheren Modell steigt die Zahl der enthaltenen Buchungsposten, was bei regelmäßigem Zahlungsverkehr relevant wird. Durch die Möglichkeit, Bargeld einzuzahlen oder klassische Bankleistungen zu nutzen, entstehen teils zusätzliche Gebühren. Virtuelle Karten und Cashback gibt es bei Fyrst standardmäßig nicht.

Einzahlungen und Abhebungen bei Finom vs. Fyrst

Bargeldverfügbarkeit spielt für viele Unternehmen eine wichtige Rolle. Beide Anbieter ermöglichen Abhebungen, unterscheiden sich aber deutlich bei Einzahlungen und den damit verbundenen Kosten.

AspektFinomFyrst
Bargeldeinzahlungennicht möglichmöglich
Kosten EinzahlungBase: 3 € je angefangene 5000 €
Complete: 2,50 € je angefangene 5000 €
Bargeldabhebung am Geldautomaten (Inland)bis Freibetrag kostenfreibei Postbank und Cash Group kostenfrei 
Freibetrag 

Solo: –
Basic: 500 €

Smart: 2000 €
Pro: 2000 €
Grow: 2000 €

pro Abrechnungszeitraum

Höchstbetrag pro Monat

Solo: 500 €
Basic: 2000 €

Smart: 5000 €

Pro: 5000 €
Grow: 5000 €

Kosten weitere Abhebungen (Inland)

Solo: 1–8 % 
Basic: 1–8 %

Smart: 3–8 %
Pro: 3–8 %
Grow: 3–8 %

Abhebungen (non-EUR)Solo: 3 % 
Basic / Smart: 2 % / 1 %
Pro: 1 % 
Grow: 1 %
Deutsche Bank Gruppe und Kooperationspartner: kostenfrei 
andere Banken und Währungen: 1 %, min. 5,99 €
mit Fyrst Card Plus (Debit): 2 %, min. 5,99 €

Finom richtet sich vor allem an digitale Geschäftsmodelle, die keine Bargeldeinzahlungen benötigen. Abhebungen sind problemlos möglich und bis zu einem tarifabhängigen Freibetrag kostenlos, aber Einzahlungen werden nicht unterstützt.

Fyrst bietet kostenfreie Ein- und Auszahlungen über die Infrastruktur der Deutschen Bank Gruppe an. Bei Auszahlung von Fremdwährungen über andere Banken fällt jedoch eine prozentuale Gebühr an, abhängig davon, ob die Girokarte Fyrst Card oder die Debitkarte Fyrst Card Plus verwendet wird.

Finom oder Fyrst: Welche Kartenarten stehen zur Verfügung?

Die Kartenauswahl ist für viele Unternehmen wichtig, da Zahlungen, Teamzugriffe und Ausgabenverwaltung davon abhängen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick.

KriteriumFinom Solo / Basic / Smart / Pro / GrowFyrst Base / Complete
KartentypVisa DebitGiro- und Debitkarte (Mastercard)
Virtuelle Karten (inkl.)

Solo: 1 pro Nutzer:in

Basic / Smart: 3 / 10 pro Nutzer:in

Pro: unbegrenzt

Grow: unbegrenzt

Physische Karten (inkl.)

Solo: 0 kostenfrei pro Nutzer:in

Basic: 1 kostenfrei pro Nutzer:in

Smart: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Pro: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Grow: 3 kostenfrei pro Nutzer:in

Kosten zusätzliche virtuelle Karten

Solo: 1 €

Basic / Smart: 1 €

Pro: –

Grow: –

Kosten zusätzliche physische Karten

Solo: 3 €

Basic: 2 €

Smart: –

Pro: –

Grow: –

Base: 12 €/Jahr je weitere Fyrst Card

Complete: 6 €/Jahr je weitere Fyrst Card

Inaktive virtuelle Karte

Solo: 1 €

Basic: 0,5 €

Smart: –

Pro: –

Grow: –

Inaktive physische Karte

Solo: –

Basic: 1 €

Smart: –

Pro: –

Grow: –

Kartenersatzkostenfrei
Kartenzustellung

Solo (Normal/Express): kostenfrei/15 €

Basic (Normal/Express): kostenfrei/15 €

Smart: kostenfrei

Pro: kostenfrei

Grow: kostenfrei

kostenfrei
Zahlungslimit pro Monatbis 100.000 €1000 € pro Tag (Debit)
Kartenzahlung im Ausland

Solo: 3 %

Basic: ab 500 € 2 %

Smart: ab 500 € 1 %

Pro: ab 1000 € 1 %

Grow: ab 1000 € 1 %

1,85 %
Kontaktlose Zahlungjaja
Kreditkarten

Mastercard Business Classic (ab 2. Jahr 30 € / Karte) 

Mastercard Business Gold (40 € im ersten Jahr, danach 80 € / Karte)

Gehaltskarten

Finom stellt sowohl virtuelle als auch physische Karten zur Verfügung. Dadurch lässt sich der Zahlungsverkehr flexibel an das Team und den Arbeitsalltag anpassen. Dabei können meist zusätzliche Karten gegen Aufpreis bestellt werden. Die Kartenlimits sind an den jeweiligen Tarif gebunden.

Fyrst bietet standardmäßig eine physische Girokarte (Fyrst Card) und Debitkarte (Fyrst Card Plus) pro Konto. Virtuelle Karten gehören nicht zum Angebot. Zusätzliche physische Debitkarten können gegen Gebühr bestellt werden und Zahlungslimits sind nicht an die Abonnements, sondern die Karten selbst gebunden. Außerdem sind bei dem Anbieter gegen eine Jahresgebühr klassische Kreditkarten verfügbar. 

SEPA- und Auslandszahlungen: Finom vs. Fyrst im Vergleich

Internationale Überweisungen spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle, insbesondere wenn Kund:innen oder Lieferant:innen außerhalb Deutschlands sitzen. Die folgende Tabelle bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Merkmale.

KriteriumFinom Solo / Basic / Smart / Pro / GrowFyrst Base / Complete
Ausgehende SEPA

Solo: bis 2.500 € kostenfrei

Basic: bis 25.000 €

Smart: 50.000 € kostenfrei

Pro: bis 100.000 € kostenfrei

Grow: kostenfrei

Base: bis 50 kostenfrei

Complete: bis 75 kostenfrei

Kosten für zusätzliche ausgehende SEPA

Solo: 0,3 % (max. 150 €)

Basic: 0,03 % (max. 150 €)

Smart: 0,03 % (max. 150 €)

Pro: 0,025 % (max. 150 €)

Grow: –

Base: 0,19 €

Complete: 0,08 €

SEPA Instantkostenfreikostenfrei
Eingehende SWIFT-Zahlungen (Ausland)5 €

Base: 1,5 %, min. 5 €

Complete: 1,2 %, max. 30 €

Ausgehende SWIFT-Zahlungen (Ausland)

Solo: 1 % + 5 €

Basic: 0,5 % + 5 €

Smart: 0,4 % + 5 €

Pro: 0,2 % + 5 €

Grow: 0,10 % + 5 €

Base: 1,5 %, min. 6 €

Complete: 1,2 %, max. 40 €

Aufladegebühren
Fremdwährungsumrechnung (FX)Wechselkurs lt. The World Markets Company PLC
Unterstützte WährungenAUD, CAD, CHF, CZK, DKK, EUR, GBP, HKD, HUF, JPY, MXN, NOK, NZD, PLN, RON, SGD, TRY, USDAED, AUD, BGN, BHD, CAD, CHF, CNH, CZK, DKK, GBP, HKD, HUF, ILS, INR, JOD, JPY, KES, KWD, MAD, MXN, NOK, NZD, OMR, PLN, QAR, RON, RSD, RUB, SAR, SEK, SGD, THB, TND, TRY, USD, ZAR

Finom deckt SEPA-Überweisungen bis zum Freibetrag ohne Zusatzkosten ab und erhebt danach prozentuale Gebühren. Eingehende und ausgehende internationale Überweisungen über das SWIFT-System gehen jedoch mit Zusatzkosten einher. Der Anbieter ermöglicht abhängig vom Tarif die Erstellung von Wallets, die auch in anderen Währungen gehalten werden können.

Fyrst unterstützt SEPA-Zahlungen innerhalb eines monatlichen Kontingents kostenfrei, danach fallen Centbeträge an. Außerhalb des SEPA-Raums werden Transaktionen bepreist. Der Anbieter verwendet hierfür die Preismodelle der Deutschen Bank, die prozentuale Entgelte vorsehen. Es ist nicht möglich, Guthaben in anderen Währungen zu halten.

Finom oder Fyrst – Welche Business-Funktionen sind verfügbar?

Digitale Zusatzfunktionen und Integrationen entscheiden heute maßgeblich darüber, wie effizient Unternehmer:innen Buchhaltung, Teamarbeit und Zahlungsabläufe organisieren können. In dieser Hinsicht unterscheiden Finom und Fyrst sich leicht. 

KriteriumFinomFyrst
Unterkontenja, Wallets mit eigener IBANja, Unterkonten
RechnungsstellungRechnungen, Rechnungsvorlagen, Mahnschreiben, Massenzahlungen, Gutschriftennicht integriert
Belegimport / AusgabenmanagementRechnungs- und Belegerkennung, AusgabenverwaltungZahlungsverlauf
Teamzugänge und RollenSolo: 1 
Basic: 2
Smart / Pro: unbegrenzt
Grow: unbegrenzt
nur über Unterkonten
IntegrationenDATEV (inkl. Beleg- & Rechnungsdatenservice), Lexware Office (transactions + belege), sevDesk, Sage, Accountable, Odoo, NetSuite, GetMyInvoices, Easybill, FastBill, Billomat, Sorted, BuchhaltungsButler, Addison, BMD, Commitly, Zapier, Agenda, DebitoorHBCI-Schnittstelle, sevDesk
Steuer- und ExportfunktionenDATEV-Export, CSV, PDF, MT940DATEV-Schnittstelle (kostenpflichtig), CSV-Export, Anbindung an Steuerberatung

Finom richtet sich besonders an Unternehmen, die Wert auf integrierte digitale Workflows legen. Mit Funktionen wie Unterkonten, mehrstufigen Teamzugängen, vollständiger DATEV-Integration, integrierter Buchhaltung und Rechnungsstellung sowie Automatisierungsoptionen bildet Finom einen Großteil der administrativen Prozesse direkt im Konto ab.

Fyrst setzt hingegen stärker auf klassische Bankleistungen, ergänzt um einige digitale Funktionen wie HBCI-Schnittstelle, DATEV-Exports, sevDesk-Anbindung und einfache Buchhaltungs­exporte. Unterkonten sind gegen Aufpreis verfügbar, allerdings fehlen umfangreiche Teamzugänge, integrierte Rechnungsfunktionen oder Automatisierungen.

Fyrst vs. Finom – Kreditprodukte für Unternehmen

Unternehmen, die auf der Suche nach Finanzierungslösungen sind, treffen bei Finom und Fyrst auf zwei grundverschiedene Angebote. 

AspektFinomFyrst
Art des Produktsrevolvierende KreditlinieKontokorrent- und Investitionskredit
Kreditrahmen5000–50.000 €3000–250.000 € (Kreditlinie) / 10.000–250.000 € (Investitionskredit)
Zinsen1 %–1,9 %ab 9,95 % (Kreditlinie) / ab 4,39 % (Investitionskredit)
Laufzeit6-monatige TilgungsfristKreditlinie: flexibel; Investitionskredit: 12–180 Monate
BereitstellungOnline-Antrag, Bearbeitung in <5 Min. (80 % der Anträge)Online-Banking-Antrag
KreditgeberSME Lending Fund MTDA GmbH & Co. KGDeutsche Bank Gruppe

Finom bietet über eine Partnerbank eine vollständig digitale, revolvierende Kreditlinie an. Der Rahmen liegt je nach Bonität zwischen 5000 und 50.000 €. Die Rückzahlung erfolgt innerhalb der sechsmonatigen Tilgungsfrist.

Fyrst greift auf die Struktur der Deutschen Bank Gruppe zurück und bietet dadurch vollwertige Bankfinanzierungen. Die Geschäftskreditlinie deckt einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf von 3000 bis 250.000 € ab, mit einem effektiven Jahreszins ab 9,95 % und flexibler Tilgung. Für größere Investitionen steht der Fyrst Business Investitionskredit von 10.000 bis 250.000 € bereit. Die Laufzeit beträgt hierbei 12 bis 180 Monate und der Zinssatz beginnt bei 4,39 %. Damit eignet sich Fyrst für Unternehmen, die solide Kreditrahmen und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten benötigen. 

Fyrst vs. Finom – Kundenservice und Erreichbarkeit im Vergleich

Der Kundenservice spielt besonders bei täglichen Finanzabläufen eine große Rolle. Im Vergleich von Fyrst vs. Finom wird deutlich, dass beide Anbieter unterschiedliche Ansätze verfolgen.

AspektFinomFyrst
ErreichbarkeitSupport: Mo–Fr 9–18 Uhr (Wochenende nur Smart/Pro/Grow); Help Center & KI-Assistent 24/7bankübliche Servicezeiten (Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr; Freitag 6 bis 15 Uhr)
KanäleChat, E-Mail, KI-Assistent, Help CenterTelefon, Live-Chat, E-Mail
ReaktionszeitenSolo: bis 1 Werktag im Chat; Basic: ca. 3 Std. im Chat, Pro: ca. 3 Min. im Chatabhängig vom Kanal, i. d. R. innerhalb der Öffnungszeiten

Finom setzt auf ein digitales Supportmodell mit klar gestaffelten Antwortzeiten. Während Solo-Kund:innen meist innerhalb eines Werktags eine Rückmeldung erhalten, profitieren Smart- und Pro-Tarife von schnelleren Antworten sowie einem persönlichen Betreuungsteam. Der Kundenservice ist Mo–Fr 9–18 Uhr erreichbar, am Wochenende nur für höhere Tarife.

Fyrst nutzt die Infrastruktur der Deutschen Bank Gruppe und bietet damit einen klassischen Bankservice per Telefon, E-Mail und Live-Chat. Eine persönliche Betreuung ist nicht vorgesehen, dennoch profitieren Kund:innen von stabilen, banktypischen Servicezeiten und einem Supportumfang, der dem digitalen Angebot von Finom im Alltag kaum nachsteht.

Finom vs. Fyrst: Welche Lösung passt zu welchem Geschäftsmodell?

Die Gegenüberstellung Finom vs. Fyrst zeigt, dass beide Anbieter unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Entscheidend ist, welche Funktionen im täglichen Geschäft tatsächlich benötigt werden. Da die Anforderungen je nach Geschäftsmodell stark variieren, helfen die folgenden zwei Listen Dir, die passende Wahl zu treffen.

Für wen Finom geeignet ist

Unternehmen profitieren besonders von Finom, wenn der Schwerpunkt auf moderner Finanzverwaltung und digitalen Prozessen liegt. Folgende Situationen sprechen klar für Finom:

  • Wenn Rechnungsstellung, Belegverwaltung, Ausgabenmanagement und virtuelle Karten täglich genutzt werden.
  • Wenn mehrere Personen Zugriff auf das Konto benötigen oder rollenbasierte Berechtigungen wichtig sind.
  • Wenn Struktur, Analyse und Automatisierung im Vordergrund stehen.
  • Wenn viele Transaktionen innerhalb eines Monats nötig sind oder ein sehr hohes Zahlungsvolumen verarbeitet wird.
  • Wenn Unternehmen überwiegend SEPA nutzen und keine ausgeprägten Bargeldbedürfnisse haben.
  • Wenn Buchhaltungssoftware, API-Schnittstellen oder DATEV eingebunden werden sollen.

Finom eignet sich daher vor allem für technologieorientierte Firmen, beratende Berufe, internationale Freelancer:innen, E-Commerce-Modelle und wachsende Unternehmen mit komplexeren Abläufen.

Für wen Fyrst geeignet ist

Diese Bank richtet sich an Unternehmen, die klassische Bankdienstleistungen und ein einfaches, übersichtliches Kontomodell bevorzugen. Für bestimmte Geschäftsprofile ist Fyrst deshalb die praktischere Lösung:

  • Wenn Bargeldeinzahlungen oder regelmäßige Abhebungen Teil des Geschäftsalltags sind.
  • Wenn eine stabile, etablierte Bankinfrastruktur bevorzugt wird, zum Beispiel für betrieblichen Zahlungsverkehr mit traditionellen Partnern.
  • Wenn das Unternehmen eine geringere Anzahl monatlicher Buchungen hat und ein kostenloses Basismodell ausreichend ist.
  • Wenn physische Karten wichtiger sind als virtuelle Alternativen.
  • Wenn kurzfristige Finanzierungen innerhalb einer klassischen Bankstruktur benötigt werden.
  • Wenn die Unternehmensform unkompliziert ist, etwa bei Freiberufler:innen, Einzelunternehmen oder einfache Personengesellschaften.

Damit eignet sich Fyrst besonders für lokale Betriebe, Handwerksunternehmen, Gastronomie, Einzelhandel und Selbstständige, die einen Mix aus digitalem Zugang und traditionellen Bankleistungen wünschen.

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